Über uns

kurz (Stand März 2008)

Wir sind eine Ortsgruppe der Linksjugend [’solid], einem sozialistischen, antifaschistischen, antimilitaristischen, basisdemokratischen und antisexistischen bundesweiten Jugendverband, der unabhängig ist, aber der Partei „Die Linke“ nahesteht. Bei unseren Treffen, die in Tübingen stattfinden, entscheiden wir im Konsens und planen Aktionen oder Veranstaltungen. Wir wünschen uns eine Gesellschaft, in der Selbstbestimmung und Freiheit für alle Menschen selbstverständlich sind. Praktisch versuchen wir uns gegen den ganzen Mist, mit dem wir täglich konfrontiert sind, zu wehren: Bildungs- und Sozialabbau, Überwachung und Entdemokratisierung, Militarismus, Rassismus, Antisemitismus und Faschismus, … Als Hochschulgruppe [’solid].sds Tübingen beschäftigen wir uns mit der Ökonomisierung der Bildung und setzen uns kritisch mit dem Verbindungs(un)wesen auseinander. Wir arbeiten mit anderen Gruppen zusammen und sind in verschiedensten lokalen Bündnissen aktiv.

lang (Stand Juli 2007)

Die Linksjugend [’solid] ist ein sozialistischer, antifaschistischer, antimilitaristischer, basisdemokratischer und feministischer Jugendverband. Sie greift in die gesellschaftlichen Verhältnisse ein und ist Plattform für antikapitalistische und selbstbestimmte Politik. Als Teil emanzipatorischer Bewegungen sucht der Jugendverband die Kooperation mit anderen BündnispartnerInnen. In Tübingen beteiligen wir uns im Arbeitskreis Vorratsdatenspeicherung, im Vorbereitungskreise der Mayday Parade, bei Attac und im Tübinger Bündnis gegen Sozialabbau, sowie an kurzfristigen angelegten Bündnissen wie dem Anti-G8-Bündnis. In Reutlingen beteiligen wir uns am Bündnis gegen Rechts.

Unsere Hochschulgruppe [’solid].sds Tübingen ist Teil des Sozialistisch-Demokratischen Studierendenverbandes „Die Linke.SDS“. Sie beteiligt sich im AK Freie Bildung und im AK Clubhausia (gegen das Hofieren reaktionärer Seilschaften).

Politische Bildung, der Eintritt in eine politische und kulturelle Offensive von links und die politische Aktion stehen dabei im Mittelpunkt der Tätigkeit des Jugendverbandes. Die Linksjugend [’solid] ist als unabhängiger, aber parteinaher Jugendverband die Jugendorganisation der Partei DIE LINKE.

[’solid] Logo

Gegen Militarisierung und Krieg

Ständig rückt deutsches Militär in irgendein neues Land ein, um Terrorismus zu bekämpfen oder die Menschenrechte zu bringen, je nach Laune der hiesigen Kriegspropagenda. Die Bundeswehr rüstet auf und die Militarisierung der EU wird vorangetrieben. Dass deutsche geopolitische und wirtschaftliche Interessen in aller Welt durch Militäreinsätze gesichert werden, wie zum Beispiel in Afghanistan oder im Sudan, scheint zur Normalität geworden zu sein.

Progressive Antikriegsarbeit bedeutet für uns daher in erster Linie Widerstand gegen deutschen Militarismus, auch gegen sogenannte „Friedenseinsätze“. Wir treten für den Stopp aller Rüstungsexporte und radikale Abrüstung ein. Die Bundeswehr sollte weder im Ausland noch im Inland eingesetzt werden. Daraus ergibt sich für uns als Perspektive die Abschaffung der Bundeswehr.

Progressive Antikriegsarbeit bedeutet für uns außerdem ein Zurückdrängen antiamerikanischer Positionen. Diese sind unserer Ansicht nach Ausdruck einer verkürzten Militarismuskritik und höchst anschlussfähig an (euro-)nationalistische Positionen.

Gegen Bildungs- und Sozialabbau

Bildung sollte ein Grundrecht sein und nicht ein Mittel zur Steigerung der Verwertbarkeit der Menschen. Daher sind wir gegen jede Form von Studiengebühren sowie gegen Zulassungsbeschränkungen wie Numeri Clausi. Wir treten für die Abschaffung des sozial selektierenden mehrgliedrigen Schulsystems und für eine integrative Gesamtschule für alle ein.

Genauso wichtig ist uns die Verteidigung sozialer Rechte, der Widerstand gegen Arbeitszeitverlängerungen und Lohnkürzungen sowie die klare Ablehnung der Hartz-Gesetze und jeglicher Repression gegen Erwerbslose. Wir setzen uns für eine repressionsfreie Grundsicherung ein und diskutieren die Idee eines bedingungslosen Grundeinkommens für alle.

Wir haben uns mit dem Streik am Uniklinikum, dem mehrwöchigen Streik im Öffentlichen Dienst, dem Kampf gegen den „Vertrag zur Ersteinstellung“ (CPE) in Frankreich und mit dem Streik bei der Telekom solidarisiert und diese bei Kundgebungen, mit Solidaritätsbesuchen und Infoständen unterstützt. Wir haben uns am Kampf gegen die Rente mit 67 und an weiteren Demonstrationen und Kundgebungen der Gewerkschaften und des Tübinger Bündnis gegen Sozialabbau beteiligt und werden das auch in Zukunft tun.

Für eine radikale Veränderung der Gesellschaft

Zentrales Anliegen der Linksjugend [’solid] ist der Kampf für eine Gesellschaft, in der die Selbstbestimmung und Freiheit des Menschen und nicht die Profitmaximierung als grundlegendes Prinzip angesehen wird. Dies kann nur eine Gesellschaft jenseits von Kapitalismus und autoritärem Staatssozialismus sein. Darum ist der Kampf gegen Nationalismus, Rassismus, Antisemitismus und Geschlechterungleichheit und für radikale Demokratie und Gleichheit ein zentraler und konkreter Bezugs- und Anknüpfungspunkt unserer eigenen politischen Arbeit. Solidarisches und internationalistisches Denken ist dafür notwendige Bedingung und muss daher sowohl in unserem politischen Bewusstsein als auch in unserem politischen Handeln verankert sein.

Luxus für alle