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Berichte aus Pforzheim

Seit Jahren versuchen Nazis am 23. Februar in Pforzheim eine Fackel-Mahnwache durchzuführen, um an die Bombardierung der der Rüstungsmetropole im Jahr 1945 zu erinnern. Auch die Stadt Pforzheim betreibt ihre eigene revisionistische Gedenkpolitik und versucht antifaschistische Proteste mit scharfer Repression zu verhindern. Dagegen demonstrierten über 600 AntifaschistInnen.

Bericht vom Autonomen Medienkollektiv Rhein-Neckar hier
Artikel von der Pforzheimer Zeitung (die haben Humor ;-)) hier

Veranstaltung: Globale Soziale Rechte

Vortrag und Diskussion
Thomas Seibert: „Globale Soziale Rechte – neues strategisches Projekt der Linken?“

Termin: Dienstag, 22.4.2008, 20.00 Uhr

Ort: Schlatterhaus, kl. Saal, Österbergstr. 4, 72074 Tübingen

Mayday Parade

Die Forderung nach “Globalen Sozialen Rechten” wird in der globalisierungskritischen Linken in letzter Zeit intensiv diskutiert.
Im Herbst 2007 haben medico international, attac, das Netzwerk der Euromärsche, die IG Metall (FB Grundsatzfragen) und das Netzwerk Kein Mensch ist illegal eine Plattform der Initiative für Globale Soziale Rechte (http://www.medico-international.de/aktiv/netzwerk.asp) ausgearbeitet.

Hinter der Forderung nach Globalen Sozialen Rechten steckt die Idee, die verschiedenen Kämpfe von sozialen Bewegungen, Gewerkschaften und NGOs im globalen Maßstab miteinander zu verbinden und – wie es in der Plattform heißt – “der Globalisierung des Kapitals, der Märkte und der Waren mit einer Globalisierung der Sozialen Rechte zu begegnen.”

Ausgegangen wird dabei von der Einsicht, dass die Kämpfe nur dann erfolgreich geführt, die Forderungen nur dann erfolgreich durchgesetzt werden können, wenn sie sich nicht auf nationale Grenzen oder auf Europa beschränken, sondern als globales Projekt gesehen werden. Global sind die Kämpfe und global die Rechte, sofern sie zuletzt überall und in jedem einzelnen Land für alle gelten.

Welche konkreten Forderungen verbergen sich hinter den Globalen Sozialen Rechten? Inwiefern eignen sie sich, eine gemeinsame Perspektive für soziale Kämpfe zu bilden? Wie ist mit möglichen Widersprüchen zwischen einzelenen Forderungen und Akteuren umzugehen? Wer gewährt diese Rechte? Und wird mit der Forderung nach “Rechten” nicht an ein über den Kämpfen stehendes Subjekt appelliert und damit die Autonomie sozialer Kämpfe in Frage gestellt?

Diese und andere Fragen wollen wir gemeinsam mit Thomas Seibert, der an der Ausarbeitung der Plattform der Initiative für Globale Soziale Rechte mitbeteiligt war und sich mit dem Thema seit längerem beschäftigt, diskutieren.

Thomas Seibert ist promov. Philosoph, aktiv bei medico international, in der Interventionistischen Linken und Mitglied im atac-Rat. Er schreibt regelmäßig für analyse&kritik und fantomas; zahlreiche Publikationen zu Fragen der Nord-Süd- und globalen Ungleichheits-Problematik sowie zur philosophischen Auseinandersetzung mit Existenzialismus und Poststrukturalismus.

Die Veranstaltung dient auch der inhaltlichen Vorbereitung und Begleitung der 2. Tübinger Maydayparade für Globale Soziale Rechte am 30.4.2008.

Zur Veranstaltung laden bisher folgende Gruppen mit ein (weitere sind angefragt): Vorbereitungsgruppe der Mayday-Parade, attac Tübingen, DGB Arbeitskreis Tübingen, Infoladengruppe, Rosa-Luxemburg-Forum Baden-Württemberg, Tübinger Bündnis gegen Sozialabbau, ver.di-Betriebsgruppe Uni Tübingen, ver.di medien tübingen, ZAK, [’solid] Tübingen, Freies Radio Wüste Welle.

Weitere Infos:
http://tuebingermaydayparade.twoday.net

Flugblatt: Veranstaltung: Globale Soziale Rechte

Infos zur Verbindungskritik

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Korporationsstudentische Verteidigungs-Argumente gegen Verbindungskritik und eine Antwort darauf (von Lucius Teidelbaum): gegenargumente1.pdf

Die Literaturliste zum Vortrag von Lucius Teidelbaum: literaturliste2.pdf

„Studentenverbindungen: Anachronismus an den Hochschulen?“ Vortrag von Jörg Kronauer auf antifa-freiburg.de

Manuskript zur Sendung im Deutschlandfunk: „Deutschland über alles! Burschenschaften heute“ von Matthias Baxmann auf dradio.de