Ja zum Ausstieg aus Stuttgart 21 – Ja zu einer Flächenbahn

Das Aktionsbündnis Tübingen gegen Stuttgart 21

(ein lokaler Zusammenschluss für das „Ja zum Ausstieg“ bestehend aus den Tübinger Gruppen von NABU, BUND, DGB, VCD; Umweltzentrum, CeBeeF, Bündnis 90/Die Grünen, AL/Grüne, [‘solid].sds, DIE LINKE, ödp, attac, Courage, AK Montagsdemo, Frauennetzwerk 8. März)

lädt ein (im Rahmen der Attac-Themenabende)

Ja zum Ausstieg aus Stuttgart 21

Ja zu einer Flächenbahn

mit Winfried Wolf

Dienstag, 22. November 2011, 20 Uhr

Schlatterhaus, kleiner Saal, Österbergstr. 2, Tübingen

Seit mehr als zwei Jahren gibt es in Stuttgart und Region Massenproteste gegen Stuttgart 21. Die Menschen in der Landeshauptstadt haben recht: Mit S21 soll ein Wahrzeichen Stuttgarts weitgehend zerstört werden. Mit dem Bau von S21 würde mindestens zehn Jahre lang – während der Bauzeit – der Bahnverkehr in der Region chaotisiert – mit Auswirkungen auf das ganze Land. Mit S21 sind nicht akzeptable Risiken verbunden (Grundwasser, Mineralwasserquellen, Standsicherheit der Gebäude). Vor allem aber ist bewiesen, dass der – im übrigen seit einem Dreivierteljahrhundert ausgezeichnet funktionierende – Kopfbahnhof wesentlich besser geeignet ist, den hoffentlich wachsenden Schienenverkehr der Zukunft zu bewältigen. S21 und die Neubaustrecke über die Schwäbische Alb würden mindestens 15 Milliarden Euro verschlingen. Damit würden die Schieneninvestitionen im Land auf zwei Jahrzehnte weitgehend auf Stuttgart konzentriert. Diese Gelder sollten stattdessen für die Schiene im gesamten Bundesland eingesetzt werden: für eine Erweiterung des Schienennetzes (Abbau seit 1950: 1500 km), für die Reaktivierung geschlossener Bahnhöfe, für eine umfassende Elektrifizierung des Netzes mit Sofortmaßnahmen wie der Elektrifizierung der Südbahn (Ulm – Friedrichshafen) und der Bodensee-Gürtelbahn, für Stadtbahnprojekte, wie ein vorbildliches im Raum Karlsruhe existiert (und ein ähnliches für die Region Neckar-Alb geplant ist), für Projekte des sanften Tourismus wie die Bodensee-S-Bahn.

Winfried Wolf war 1994 bis 2002 Bundestagsabgeordneter. Er ist Verfasser und Mitherausgeber verkehrspolitischer Bücher wie Umwelt. „Verkehr. Klima – Die Globalisierung des Tempowahns“; „Stuttgart 21 – Wem gehört die Stadt?“; „Stuttgart 21plus – Oben bleiben! Die Antwort auf Heiner Geißler“. Wolf ist Mitglied im Wissenschaftlichen Beirat von Attac und aktiv bei Bahn für Alle und Bürgerbahn statt Börsenbahn. Er ist wissenschaftlicher Mitarbeiter im Büro der MdB Sabine Leidig (Die Linke) und Chefredakteur von Lunapark21 – der Zeitschrift zur Kritik der globalen Ökonomie.

Flugblatt: flyer winfried wolf 22 11